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Das Weizenkorn Udskriv Email
Skrevet af Jørn Nielsen   
Tirsdag, 14. september 2010 10:49

 

„Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht”, Joh. 12:24.

Das war die Antwort Jesu, als einige Griechen Ihn gerne sehen wollten. Der Herr hat nicht gesagt: „Schön! Lasst sie sofort zu mir kommen!” Er hat vielmehr seine wahre Bestimmung deutlich gemacht.

Jesus zu sehen heißt Ihn durch das Kreuz, durch die Botschaft des Kreuzes oder des Weizenkornes zu sehen. „Wir aber sehen Jesus… wegen des Todesleidens mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt”, Hebr. 2:9. Nur so können wir Ihn wirklich sehen und nur auf diese Weise.

Ohne das Kreuz (oder ohne das Weizenkorn) keine Frucht. „Um der Mühsal seiner Seele willen wird er Frucht sehen”, Jes. 53:11. Und V. 12: „Darum will ich Ihm die Vielen zur Beute geben…” (Luther-Bibel). „Die Vielen!”  Er (nicht der Teufel) wird die Mehrzahl bekommen, denn „Er soll in allem Vorrang haben” (Kol. 1:18) – auch in Bezug auf Frucht. Eines Tages wird Er sagen: „Hier bin ich und die Kinder, die Gott mir gegeben hat!” und das werden „die Vielen” sein.

„Mein Glaubensbekenntnis ist rein jüdisch”, sagte ich neulich einem jüdischen Freund, einem ehemaligen Minister unserer Regierung, als ich zum Lunch eingeladen war. Dann las ich ihm vor: „Er war zerschlagen um unserer Sünden willen. Die Strafe lag auf Ihm zu unserm Frieden, und durch Seine Striemen ist uns Heilung geworden. Wir alle irrten umher wie Schafe, wir wandten uns jeder auf seinen eigenen Weg, aber der Herr ließ Ihn treffen unser aller Schuld…” (Jes. 53:5-6).

Dann drehte sich unser Gespräch plötzlich um Jesus und seinen Tod für unsere Sünden. Er hatte wenigstens verstanden, dass es um diese Wahrheit des Evangeliums, (mein „jüdisches“ Glaubensbekenntnis) geht, und ich habe für ihn gebetet, dass er das erkennen möge.

Beim Wort vom Weizenkorn geht es auch um dich und mich. Wir sind dazu berufen, Weizenkorn zu sein. Das heißt, eine praktische Erfahrung vom Kreuz in der Nachfolge Jesu zu machen. Einerseits sind wir mit Christus in seinem Tod, in seinem Grab und seiner Auferweckung vereinigt.
 
Andererseits müssen wir auch praktische Erfahrungen wegen dieser Glaubensstellung machen und als Weizenkörner sterben – unserem Ansehen, unserem Stolz, unserem Eigenwillen, unserem Recht usw.

Der liebe Hiob gab ein wunderbares Zeugnis: „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt!” (Hiob 19:25), aber in der Schule Gottes (und nicht in der Schule seiner Freunde) hatte er ja erfahren, dass Gott ihm sein (eigenes) Recht entzogen hatte (Hiob 27:2). Doch später hat er diese Demütigung als Gnade gesehen – als eine nützliche Weizenkorn-Erfahrung – und dann bekam sein Zeugnis von seinem Erlöser noch größere Kraft.

„Deine Berufung ist, eine Fußmatte zu werden!”, sagte mir eine fromme ältere Frau in Amerika. Eine Fußmatte, auf die andere treten konnten. Ich hatte mir drüben eine ganz andere Ausbildung vorgestellt. Das war aber eine nützliche Weizenkorn-Erfahrung. Mein „Ich” musste um Jesu willen sterben, so dass Sein Leben in meinem Leben offenbar werde (2. Kor. 4:10). Das ist aber ein lebenslanger Prozess. Das griechische Wort heißt „nekrosis”, und das können wir mit „Todes-Prozess” übersetzen.

Der Glaubensmann Georg Müller in Bristol wurde wegen des Geheimnisses seines großen Glaubens gefragt. Er sagte: „Eines Tages bin ich gestorben, ganz gestorben, - gestorben als Georg Müller, mit seinen Meinungen, Vorlieben, seinem Geschmack, seinem Willen. Gestorben der Welt gegenüber, mit ihrer Anerkennung, ihrer Kritik, dem Beifall oder Tadel meiner Brüder und Freunde. Seitdem in dieser neu erworbenen Freiheit ist es mein Verlangen, nur dem Herrn zu gefallen.”

Das ist auch unsere Weizenkorn-Berufung.


Jørn Nielsen, Nästved, Dänemark

 
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